Unfug mit von Repression betroffenen Wohnprojekten solidarisch!

Wir arbeiten weiter an der Finanzierung unseres Wohnprojektes. In den kommenden Wochen dürfte es Neuigkeiten geben und wir hoffen, dass es alles durchaus positiv sein wird (es geht um Kredite der Bank und einer Stiftung).

Es ist viel Arbeit, ein neues Wohnprojekt auf die Beine zu stellen. Das was um uns herum zum Thema Freiraum und Wohnprojekte passiert, gerät aber nicht aus unserem Fokus. Darum der heutige Beitrag mit Nachrichten aus Freiburg und Göttingen.

Freiburg: Meinungsäußerung verboten?

Solidemo in Freiburg, Oktober 2017
Solidemo in Freiburg, Oktober 2017

Unter dem Vorwand der „Billigung von Straftaten“ gab es in den frühen Morgenstunden des 25. Oktober 2017 eine Razzia im Freiburger Hausprojekt Luftschloss. Hintergrund ist die Medienarbeit rund um die G20-Proteste in Hamburg.

Wir verurteilen die unverhältnismäßige Vorgehensweise der Polizei, die den Eindruck erweckte bewusst eskalieren zu wollen. Darauf deuten für uns unter anderem der auf Nachfrage nicht vorgezeigte Durchsuchungsbeschluss, welcher erst nach dem gewaltsamen Eindringen in den Wohnraum ausgehändigt wurde. Zudem wurden Platzverweise an hinzukommende Bewohner*innen auf ihrem eigenen Grundstück verteilt.

Wir als Hausprojekt stehen solidarisch zueinander und werden nicht zulassen, dass einzelne für ihre freie Meinungsäußerung kriminalisiert werden.

das Luftschloss

Dem schließen wir uns an. Unfugler*innen, die bei den Protesten gegen G20 in Hamburg mitgewirkt haben, wissen nur zu gut wie wichtig es ist, Grundrechte zu verteidigen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Die Klage zweier Unfugler*innen gegen die Polizei im Zusammenhang mit der Lüneburger G20 Demonstration läuft noch. Die Zensur gegen linksunten.indymedia.org verurteilen wir auch!

Göttingen: Die Häuser denen die drin wohnen! Rote Straße bleibt!

Soliaktion am Rathaus Göttingen, Oktober 2017
Soliaktion am Rathaus Göttingen, Oktober 2017

Das Göttinger Studentenwerk gefährdet den Erhalt der Hausprojekte in der Roten Straße. Die Häuser Rote Straße 1-5/Burgstraße 52 sind nach jahrelanger Misswirtschaft des Vermieters (Studentenwerk Göttingen) dringend sanierungsbedürftig. Das Studentenwerk blockiert den Beginn der Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten und möchte die Kosten auf die BewohnerInnen abwälzen. Diese fürchten um den Erhalt sozialen Wohnraums in der Göttinger Innenstadt.
„Rote Straße bleibt! Sanieren – Erhalten – Verteidigen“. Am Dienstagmorgen, den 31.10.2017, tauchte am Alten Rathaus in der Innenstadt eine Botschaft auf, die den Erhalt der selbstverwalteten Wohnheime in der Roten Straße 1-5/Burgstraße 52 fordert. Die BewohnerInnen zeigen sich erfreut über diese Solidaritätserklärung und appellieren erneut an die kommunalen Verantwortungsträger sich für die umgehende Sanierung ihrer Häuser einzusetzen.

Es braucht mehr solche Aktionen um auf Gentrification und die Bedrohung politischer Wohnprojekte hinzuweisen!

Weitere Information:
Hausprojekt Luftschloss ; Beitrag zur Hausdurchsuchung
Zum Verbot von linksunten.indymedia.org
Unfugler*innen bei der G20 Demo in Lüneburg
Rote Straße Göttingen

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